Marktmusik Mauthausen

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Uraufführung „Doana mei Doana“

Wünsche werden täglich ausgesprochen, doch der unseres Klarinettisten, Saxophonisten und ehemaligen Stabführers Helmuth Hinterndorfer ganz besonders an diesem einen Nachmittag – am Nachmittag des Wunschkonzertes der Marktmusik Mauthausen.

Aus seiner Feder stammt der Text des Liedes „Mei Doana“ und dieses Lied wurde im Zuge des Wunschkonzertes uraufgeführt. Die Inspiration zu diesem Text erhielt der Klarinettist der Polizeimusik OÖ, als er vor zwei Jahren mit dem Fahrrad zur Arbeit fuhr. Am Radweg entlang der Donau lernte Helmuth im Laufe der Jahreszeiten die Donau in all ihren Erscheinungsformen – von wild bis still, von hoch bis tief und von klar bis trüb – kennen und erleben. Helmuth vergleicht in diesem Lied den Verlauf der Donau, mit dem Verlauf des Lebens.

„Doana mei Doana, es is wie im Leben, der Strom manchmal zuatragt, dem Strom manchmal geb’n.“

Helmuth trat im Jahr 1979, im Alter von 13 Jahren, als aktives Mitglied der Marktmusikkapelle Mauthausen bei und wurde dort am Register der Klarinetten eine große Stütze. Neben seinem Hauptinstrument Klarinette, die er auch bei der Polizeimusik OÖ spielt, beherrscht Helmuth noch das Alt- und Baritonsaxophon. Im Vorstand der Marktmusik Mauthausen wirkte Helmuth als Stabführer von 1986 bis 2006 mit und trug damit wesentlich zur Musik in Bewegung bei. Aufgrund seiner langjährigen Mitgliedschaft bei der Marktmusik Mauthausen erhielt Helmut im Jahr 2004 die Verdienstmedaille in Silber und aufgrund seiner Tätigkeiten rund um den Vorstand wurde ihm 2013 das Ehrenzeichen in Gold des Blasmusikverbandes OÖ verliehen. Vor ein paar Jahren verwirklichte sich Helmuth einen Traum und fuhr mit seiner Familie auf einer Zille die Donau flußabwärts von Mauthausen bis zum Donaudelta. Neben Helmuth spielen heute  Florian, einer seiner 3 Söhne, und seine Frau Gabriele bei der Marktmusik Mauthausen mit.

_DSC6323-001Die Melodie zu diesem Text komponierte die Tenoristin Inge Lichtenberger. Geboren in Innsbruck wo sie auch das Studium der Musikwissenschaft an der Universität und das Querflötenstudium am Konservatorium Innsbruck  ablegte, absolvierte sie die Sologesangsausbildung bei Opernsänger Sardelic und die Opernklasse bei Intendant Helmuth Wlasak.

Als Mutter zweier prachtvoller Kinder war Inge Hauptschullehrerin bis zu ihrer Pensionierung. Als sie im Jahr 2000 ihren wohlverdienten Ruhestand antrat zog es sie mit ihrem Gatten zurück in dessen Heimat nach Mitterkirchen. Seit dem Jahr 2007 ist Inge Mitglied bei der Marktmusikkapelle Mauthausen am Tenorhorn, in deren Gemeinschaft sie sich sichtlich sehr wohl fühlt.

Mei Doana

Text: Helmuth Hinterndorfer                                                  Melodie: Inge Lichtenberger

1.)    So kloa kummst obn aussa, so sauba so rein,

entgegen all aundan schlagst die Richtung gegen Osten ein.

Und wia bei uns Menschen, ham si zwoa Bachlan zsaum dau,

damit auf’s neiche a Lebn entstehen kau.

Doana mei Doana, es is wia im Lebn,

der Strom manchmal zuatragt, dem Strom manchmal gebn.

2.)          Vereinst in deim Leben die Brigach, die Breg.

und ka Fluss und ka Fös, die abbringt vom Weg.

Wia du bist mei Doana, so mecht i sein, mecht i wearn,

erreichen tua is mit da Hüf von unserm Herrn.

Doana mei Doana, es is wia im Lebn,

der Strom manchmal zuatragt, dem Strom manchmal gebn.

3.)          Kaum hast scho gnuag Wassa und rinnst a so schnä,

versiegst scho zua gänze, da obn bei Immedingä.

Und wia bei uns Menschen, die Geburt is a Glick,

kaunst nix dazua tuan, waunst machst den ersten Blick.

Doana mei Doana, es is wia im Lebn,

der Strom manchmal zuatragt, dem Strom manchmal gebn.

4.)          Dei Willen der is stärker, nach Osten zu gehn,

deiner Bestimmung imma foigend, rinnst weida in Tuttlingen.

I halt mi aun Doana, sie zagt mia wia’s geht,

nua a ned aufgeb’n, dazua steh und weida es geht.

Doana mei Doana, es is wia im Lebn,

der Strom manchmal zuatragt, dem Strom manchmal gebn.

5.)          Durch d’Briada und d‘Schwestan, bleibst a net so kloa,

in Waltenbuarg im Bayernwald gehst duachn erstn Stoa.

So machs i a, im Glauben an Deine Kraft,

und geh durch’s Leben, so schwer‘s mia manchmal a macht.

Doana mei Doana, es is wia im Lebn,

der Strom manchmal zuatragt, dem Strom manchmal gebn.

6.)          z’Mauthausen vom Westen der Donauwind kimmt,

peitscht auf die Wellen muaßt Acht gebn, dass’ da net alles nimmt.

Und wia da Wind des Wasser aufpeitschn tuat heid,

des Schicksal blast mir zua so maunches Leid.

Doana mei Doana, es is wia im Lebn,

der Strom manchmal zuatragt, dem Strom manchmal gebn.

7.)          Dei launger Weg hin zum Meer is dir vorbestimmt,

so wia dei Wassa – unser Lebn manchmal schnö a varinnt.

Wia in unserem Sein, ja mei Doana und i san gleich,

ja erst des auf und ab, macht den Fluss uns‘res Lebens erst reich.

Doana mei Doana, es is wia im Lebn,

der Strom manchmal zuatragt, dem Strom manchmal gebn.

8.)          Und kummst daun ins Delta, dei Plätschern vastummt,

dei launger Weg naht sich dem Ende, aba ois wieda kummt.

Und waun i daun geh muaß, daun denk i aun di,

gfrei mi auf’s neiche, auf’s aundre, glückselige Zü.

Doana mei Doana, es is wia im Lebn,

der Strom manchmal zuatragt, dem Strom manchmal gebn.

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